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~Paddy~
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Verfasst: Dienstag 1. März 2011, 18:07 |
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Registriert: Mittwoch 20. Februar 2008, 22:15 Beiträge: 5680 Wohnort: Wüsting
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Notwendige Pflegemaßnahmen Fellpflege Langhaarige Meerschweinchen müssen regelmäßig gebürstet werden, damit sie nicht verfilzen. Zur Fellpflege wird niemals ein Kamm verwendet, es sollten immer nur weiche Bürsten zum Einsatz kommen. Allerdings wäre es wesentlich tiergerechter, die Haare regelmäßig zu kürzen. Die Haare sollten niemals länger als bis 1 cm über dem Boden hängen. Damit die Meerschweinchen sich normal bewegen und selber sauberhalten (putzen) können, wäre allerdings ein Kurzhaarschnitt wesentlich tiergerechter. Gerade im Sommer oder bei Meerschweinchen die stark verfilzen ist ein netter Kurzhaarschnitt angebracht und angenehmer für die Tiere als das ständige Bürsten. Zumal die Fellpflege und vor allem das Bürsten für Meerschweinchen eher unangenehm ist. Verfilzte Stellen im Haar sollten herausgeschnitten werden, nicht nur um dem Tier das schmerzhafte Ausbürsten zu ersparen, sondern auch um Infektionen und Parasitenbesiedelung, die an solchen meist schmutzigen Haarknoten eher entstehen, zu verhindern. Kurzhaarige Meerschweinchen benötigen keinerlei Fellpflege! Es wird bedauerlicherweise immer noch oft empfohlen, dass auch kurzhaarige Tiere gebürstet werden müssen, das können wir nicht empfehlen.
Warum nicht Bürsten? Meerschweinchen genießen sogenannte "Streicheleinheiten" mit der Bürste rein gar nicht. Meerschweinchen betreiben untereinander so gut wie keine Fellpflege, selbst Jungtiere werden nur wenig geputzt, ältere Tiere putzen sich gegenseitig nicht (bis auf seltenes über Ohren oder Augen lecken). Meerschweinchen haben also von Natur aus nicht viel für Streicheleinheiten übrig und außerdem lassen sie sich natürlich auch nicht gern hochnehmen. Wenn Meerschweinchen ständig zum Bürsten hochgenommen werden, verfallen sie zwar oft in eine Art Starre und lassen so ziehmlich alles mit sich machen, aber von Genuss kann keine Rede sein. Manche Tiere schließen auch die Augen und machen sich lang und brummen leise - fatalerweise wird das mit Entspannung und dem gemütlichen Schnurren der Katze verwechselt - in Wahrheit ist es aber nur reine Selbstaufgabe und das leise Brummen ist ein Beruhigungslaut, wie ihn Meerschweinchen untereinander verwenden, wenn sie sich beruhigen möchten. Mit andern Worten: wenn Sie Ihr Meerschweinchen bürsten und es brummelt leise, dann will es sich und Sie beruhigen - damit Sie aufhören. Krallenpflege Regelmäßig wird beim Schweinchen Gesundheitscheck überprüft, ob die Krallen zu lang, oder schon krumm sind. Sind die Krallen zu lang, gehen die Zehen zu den Seiten weg oder wachsen die Krallen in den Ballen, dann müssen die Krallen gekürzt werden. Lassen Sie es sich beim erstenmal unbedingt von einem erfahrenen Meeriehalter oder Ihrem Tierarzt zeigen! Hier finden Sie eine genaue Anleitung zum Nägelschneiden. Wir verwenden zum Schneiden der Nägel allerdings einen Seitenschneider für Fußnägel, wieder andere Halter bevorzugen professionelle Krallenscheren. Idealerweise versucht der Halter selber herauszufinden, womit er am besten klar kommt. Diese Krallen sind absolut zu lang... so weit sollte es nieeee kommen:
Fixieren Es ist nicht immer ganz leicht, die Meerschweinchen zum Krallen schneiden zu fixieren. Anfänger sollten es evtl. besser zu Zweit versuchen. Bei manchen Meerschweinchen reicht es völlig aus, sie auf einen Tisch oder auf den Schoß zu setzen, ihnen eine Gurkenscheibe zu geben und dann lassen sie sich die Krallenpflege durchaus gefallen. Manche Meerschweinchen halten allerdings von der Maniküre gar nichts, egal wie zahm und lieb sie sonst sein mögen. Statt dann ewig mit dem Tier zu kämpfen, sollte der Halter schnell herauszufinden, wie er sein Tier am besten fixiert. Das mag grauslich klingen, aber so ist die Sache für Halter und Tier kürzer, schmerzloser und schneller erledigt - und nahezu jedes Tier vergisst bei einer Erbsenflocke den Schrecken der Krallenpflege schnell wieder. Gute Erfahrungen habe ich damit gemacht, die Tiere mit einer Hand an der Brust zu umfassen und den Rücken der Tiere dann gegen meinen Bauch zu drücken, wärend der Po in meinem Schoß liegt. So habe ich dann noch eine Hand zur Krallenpflege frei. Wer allerdings weniger geübt ist, sollte Jemanden bitten das Tier zu fixieren (dabei wird dann die zweite Hand unter den Po gelegt. Manche Meerschweinchen lassen sich auch davon beeindrucken, wenn Ihnen ein Handtuch über den Kopf gelegt wird (natürlich mit Leckerchen drunter), sie bleiben dann still sitzen.
Alle Krallen werden leicht abgeschrägt ca 1 mm über dem Leben abgeschnitten. Bei hellen Krallen ist das Leben leicht zu erkennen, es schimmert rötlich, dort wo das Leben aufhört wird die Kralle hell und hornfarbend. Bei dunklen Krallen ist das Leben weit weniger gut zu erkennen. Dort kann mit einer Taschenlampe von unten angeleuchtet werden, um zu erkennen, wo das Leben aufhört. Oder aber es wird relativ vorsichtig geschnitten (wiederrum wäre es da sinnvoll, sich die richtige Länge von einem erfahrenen Halter, Tierarzt oder Züchter zeigen zu lassen).
Die Krallen nutzen sich ein wenig von selbst ab, wenn sich im Gehege Steine befinden. Die meisten Steine liegen allerdings eher nutzlos rum und werden nicht freiwillig von den Tieren verwendet, es ist also darauf zu achten, dass die Meerschweinchen über die Steine laufen müssen. Gut bewährt hat es sich, Treppen auf Etagen aus Ytongsteinen zu sägen, oder aber Heuraufen aus Ytongsteinen so zu bauen, dass die Meerschweinchen sich mit den Vorderbeinchen auf den Steinen abstützen, wenn sie Heu fressen möchten. Auch Fliesen oder Steine unter Futter- und Wassernäpfen haben sich bewährt.
Ballenpflege Der Fußballen der Meerschweinchen sollte regelmäßig genauer untersucht werden. Oft wächst bei übergewichtigen oder Meerschweinchen, die eine starke Veranlagung dazu haben, hinten am Ballen eine Hornhaut. Lassen Sie sich von einem Tierarzt oder erfahrenen Halter zeigen, wie diese entfernt wird. Die Hornhaut sollte vorsichtig mit der Nagelschere entfernt werden, da sie die Tiere durchaus beim Laufen behindert. Anschließend wird der Ballen noch mit Vaseline eingerieben. Ist die Haut am Ballen sehr trocken oder sogar rissig, oder ist der Ballen stark gerötet, empfielt es sich ebenfalls, die Haut dort zu pflegen, Vaseline hat sich auch hier bewährt. Bei leicht angeschwollenem und gerötetem Ballen kann auch Bephantensalbe helfen. Ist der Ballen stark erwärmt, stark rot und stark angeschwollen, sollte unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden, es könnte sich um einen Ballenabszess handeln.
Medizinische Bäder Gesunde Meerschweinchen sollten grundsätzlich nicht gebadet werden! Aus folgenden gesundheitlichen Gründen muss ein Meerschweinchen evtl. gebadet werden. Bei einem sehr starkem Parasitenbefall kann es nötig werden, die Meerschweinchen einmal zu baden, um alle abgestorbenen Parasiten aus dem Fell zu bekommen. Ebenfalls kann bei einer starken Durchfallerkrankung ein Teilbad nötig sein, um die Afterregion zu säubern. Leichte Verschmutzungen am Tier werden allerdings nur mit einem feuchten und handwarmen Waschlappen entfernt, ein Bad ist hier unnötig! Bei einer Parasitenbehandlung wird idealerweise eine kleine Badewanne oder eine Schüssel mit dem entsprechendem Parasiten/Pilzmittel und handwarmem Wasser auf den Boden gestellt. Soll das Tier nur gesäubert werden, sind zwei Schüsseln bereit zu stellen, eine Schüssel mit Seifenwasser (nur unparfümierte Badeseife/Badelotion für Babys verwenden), sowie eine Schüssel mit lauwarmen Wasser. Die Schüsseln gehören auf jeden Fall auf den Boden, so kommt es nicht zu schweren Stürzen wenn das Meerschweinchen sich massiv gegen das Bad wehrt und dem Halter evtl aus den Händen gleitet. Das Badewasser wird nicht höher eingefüllt, als bis zur Rückenhöhe des Meerschweinchens, 6 - 8 cm sind ausreichend. Ein Waschlappen sowie zwei Handtücher sollten ebenfalls bereit gelegt werden - Gurkenscheiben oder Lieblingsleckerchen zur Beruhigung können helfen.
Der Kopf des Meerschweinchens wird keinesfalls unter Wasser gedrückt, er wird bei Bedarf nur vorsichtig mit einem Waschlappen abgetupft. Beim Parasitenbad wird das Meerschweinchen ganz in die Wanne gesetzt, eine Hand fixiert das Meerschweinchen von oben und es wird vorsichtig nass gemacht. Ist nur die Afterregion verschmutzt, wird das Tier nur vorsichtig mit dem Po ins Wasser gesetzt, eine Hand umfasst das Meerschweinchen dabei um die Brust um es zu fixieren. Der Afterbereich wird dann vorsichtig mit dem Waschlappen gereinigt. Das Baden sollte zügig von Statten gegen!
Es ist darauf zu achten, dass die Meerschweinchen nach dem Bad nicht auskühlen, sie werden zuerst mit einem Handtuch gründlich trocken gerubbelt. Wenn das Meerschweinchen keine Angst vor dem Haarfön hat, wird es vorsichtig handwarm trockengefönt (nicht mit Kaltstufe, auf keinen Fall zu heiß!!). Mag es das Fönen nicht, wird es nochmal in ein trocknes Handtuch gesetzt und weiter trocken getupft. Anschließend wird das Meerschweinchen in einen, gut mit Handtüchern ausgepolsterten oder mit einem dicken Kuschelsack versehenen, Übergangskäfig gesetzt und in einem nicht zu kühlem Raum zum Trocknen unter gebracht. Ideal wäre es, wenn es selbst in einem Raum mit Heizung wählen könnte, wo es sich zum Trocknen hinlegt.
_________________ ................Ein Tropfen Hilfe ist wertvoller, als ein Ozean voller Sympathie................
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Verfasst: Dienstag 1. März 2011, 18:07 |
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~Paddy~
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Verfasst: Dienstag 1. März 2011, 18:08 |
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Registriert: Mittwoch 20. Februar 2008, 22:15 Beiträge: 5680 Wohnort: Wüsting
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Gesunderhaltung Schweinchen TÜV - der Gesundheitscheck Ein krankes Meerschweinchen zeigt seine Krankheit nicht wirklich deutlich an. Es kommt weiterhin zum Futternapf, es versucht weiterhin am gesellschaftlichen Leben im Rudel teilzunehmen. Dies sind normale Verhaltensweisen, das Tier muss fressen um am Leben zu bleiben und das Rudel bietet im Schutz. Deshalb bleiben Krankheiten vor dem Halter meist lange verborgen. Häufig fällt dem Halter eine Krankheit erst dann auf, wenn sie schon so weit fortgeschritten ist, dass sein Haustier überdeutliche Anzeichen wie eine sichtbare Gewichtsabnahme, Schwächezustände bis hin zur Apathie zeigt, meist ist es dann aber für eine erfolgreiche Behandlung der Krankheit schon zu spät! Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass jeder Halter seine Tiere sehr genau beobachtet um krankhafte Veränderungen rechtzeitig zu erkennen! Ein täglicher Gesundheitscheck ist Lebensnotwendig:
Kommen alle zum Fressnapf, zur Fütterung? Fressen sie normal und in der gewohnten Geschwindigkeit? Sind sie munter und an ihrer Umgebung interessiert? Laufen Sie normal? Ist der Kot normal geformt? Das sind Fragen, die Sie sich täglich stellen sollten. Wenn eins Ihrer Tiere sich anders als normal verhält oder Ihnen Krankheitszeichen auffallen, dann suchen Sie mit dem Tier unverzüglich einen Tierarzt auf! Um schlimmere Krankheiten rechtzeitig zu erkennen, sollten Sie mindestens einmal pro Woche Ihre Tiere genau untersuchen.
Nehmen Sie die Tiere aus dem Gehege und führen Sie folgende Untersuchungen durch:
Gewichtskontrolle. Wiegen Sie das Tier und schreiben Sie sich das Gewicht auf. (Hält das Meerschweinchen in der Küchenwaage nicht still, dann nehmen Sie eine Transportbox zur Hilfe, wiegen Sie erst die Box, dann das Tier in/zusammen mit der Box und ziehen Sie das Gewicht der Box ab). Schauen Sie in die Ohren, ins Mäulchen /zwischen die Zähne (Futterreste entfernen), und in die Augen. Tasten Sie das Tier ab. Achten Sie auf Tumore, Verdickungen und Aufgasungen. Untersuchen Sie das Fell des Tieres (gegen den Strich streicheln, schauen Sie nach kahlen Stellen, Läsionen und anderen Auffälligkeiten). Schauen Sie auf den After, achten Sie auf verklebte Stellen, achten Sie bei Böcken besonders auf die Perinealtasche und säubern Sie diese ggf. Kontrollieren Sie die Krallen und kürzen Sie diese ggf., Untersuchen Sie die Füßchen auf Verletzungen oder Hornhautverwachsungen die entfernt werden sollten.
Krankheitszeichen und Ihre Bedeutung Hier finden Sie eine kurze Auflistung von häufiger vorkommenden Krankheitsanzeichen. Da es selbstverständlich ist, dass Sie mit einem kranken Tier einen Tierarzt aufsuchen, haben wir nicht jedesmal darauf hingewiesen. Sind Worte /Krankheiten als Link angegeben, verbirgt sich dahinter ein ausführlicher Infotext zu der entsprechenden Erkrankung!
Gewichtsverlust Ein deutlicher Gewichtsverlust weist oft auf eine Krankheit hin. Gewichtsschwankungen um 50 g die Woche sind normal. Sollte das Tier mehr abnehmen oder in kürzerer Zeit (innerhalb 1 - 2 Tagen) 50 g abnehmen, weißt das auf Krankheiten oder großen Stress hin. Mehr zum Thema: Gewicht Kahle oder schorfige Stellen im Fell Vermehrtes Kratzen Kahle und schorfige Stellen weisen auf Milben- oder Haarlingsbefall bzw. einen Pilz hin. Symetrischer Haarausfall am Bauch/an den Seiten könnte auch auf ein Hormonproblem und/oder Ovarialzysten hinweisen. Steht das Fell gesträubt ab und ist es stumpf und glanzlos, dann weist das ebenso auf Krankheit (oder hohes Alter) hin. Ein gesundes Meerschweinchen hat ein dichtes, glänzendes Fell. Die kahlen Stellen hinter den Ohren sind normal, die Brustwarzen bei Weibchen und Männchen ziemlich weit hinten auch. Veränderte Augen Verklebte / verschlossene / trübe / graue verdickte oder anderweitig veränderte Augen sind ein Krankheitszeichen. Es könnte eine Bindehautentzündung, Zahnprobleme oder Verletzung der Augen vorliegen. Mehr Infos dazu finden Sie hier: Augenprobleme beim Meerschweinchen Vorderzähne, abgebrochen Die Zähne müssen so zueinander stehen, dass sie sich gut abnutzen können. Die Vorderseite der Schneidezähne sollte cremeweis bis hellgelb sein. Sind die Zähne zu lang, geben Sie mehr Zweige zum benagen (kein hartes Brot!), ist ein Zahn abgebrochen? Behalten Sie das gut im Auge, frisst das Meerschweinchen normal und nutzen sich die Zähne trotzdem gut ab, dann reguliert sich das von selbst, sonst sofort zum Tierarzt. Mehr zum Thema: Zahnprobleme beim Meerschweinchen. Mundumgebung feucht, angesabbert, kahle Stellen, Schorf Sabbert das Meerschweinchen sehr stark könnte das ein Hinweis auf beginnende Backenzahnprobleme sein, suchen Sie umgehend einen Tierarzt auf. Mehr zum Thema: Zahnprobleme beim Meerschweinchen. Starkes Sabbern ist auch ein Hinweis auf einen Pilzbefall im Mund. Schorf zwischen den Lippen / unter / auf der Nase? Das könnte Lippengrind sein.
Nase, verklebt oder feucht, das Tier niest. Starke Flankenatmung Aktivitätsverlust Das sind deutliche Hinweise auf eine Atemwegserkrankung. Mehr Informationen dazu hier: Atemwegserkrankungen beim Meerschweinchen Ohren Schuppig, verklebt. Kopfschiefhaltung Verklebte Ohren weisen auf eine Infektion im Innenohr hin, eine stärkere Infektion führt dazu, dass die Tiere Ihren Kopf schief halten. Schuppige oder schorfige Ohren weisen auf einen Parasitenbefall bzw. einen Pilzbefall hin. After, schmutzig und verklebt. Köttel weich und matschig Wenn der After verschmutzt und verklebt ist, dann weist das auf Darmprobleme hin. Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier: Durchfall beim Meerschweinchen. Durchfall flüssiger Durchfall Flüssiger Durchfall weist auf eine Infektion hin, Colibaktieren oder auch Kokzidien sowie Würmer lösen so einen Durchfall aus. Ausführliche Informationen dazu finden Sie hier: Durchfall beim Meerschweinchen. Darmparasiten. Ausfluss aus der Scheide Übel riechender (evtl eitrieger) Ausfluss aus der Scheide, mitunter mit einer verschmierten und schmutzigen Analregion, häufig in Verbindung mit Aktivitätsverlust und Futterverweigerung, Druckempfindlichkeit am Bauch, sind Zeichen für eine Gebärmutterentzündung, es sollte unverzüglich ein Tierarzt aufgesucht werden. Urin, Blut im Urin, Quieken/Schmerzen beim Wasserlassen Blut im Urin, Schmerzen beim Wasserlassen, Quieken und ein krummer Rücken beim Urinieren, ständig feuchter Afterbereich, stark riechender Urin - das sind Zeichen für eine Blasenerkrankung oder auch einen Blasenstein. Mehr Informationen dazu bekommen Sie hier: Blasen- und Nierenerkrankungen beim Meerschweinchen Bauch hart, rund, angespannt. Starke Flankenatmung, Inaktivität Ein angespannter Bauch, Fressunlust, aufgeplustertes angespanntes Sitzen, Inaktivität. Diese Anzeichen weisen auf starke Fehlgärung im Darm hin. Ausführliche Informationen dazu bekommen Sie hier: Blähungen / Tympanie bei Meerschweinchen Tumore Verdickungen unter der Haut, tastbare, feste Veränderungen Bei fühlbaren Verdickungen / Tumoren ist unverzüglich ein Tierarzt aufzusuchen. Tumore können oft operativ entfernt werden. Finden Sie Verdickungen unter der Haut, kann es sich auch um eine eitriege Entzündung handeln. Mehr Informationen dazu finden Sie hier Abszesse.
Aktivitätsverlust mit Seitenlage und starker Flankenatmung, Futterverweigerung Es ist unverzüglich ein Tierarzt aufzusuchen! Das Meerschweinchen hat eine schwere Erkrankung / Infektion. Im Sommer kann so ein Verhalten auch auf einen Hitzeschlag hinweisen.
Nachziehen der Hinterbeine Es kann sehr viele Gründe dafür geben, weshalb Meerschweinchen die Hinterbeinchen nachziehen. Die am häufigsten gestelle Diagnose ist dann die Meerschweinchenlähme. Allerdings ist das nicht selten eine sehr vorschnelle und falsche Diagnose. Für Gewöhnlich steckt doch was Anderes hinter der Lähmung. Lähmungen der Hinterbeine können zum Beispiel auch folgende Ursachen haben: Vitaminmangel, Frakturen (Knochenbrüche), Prellungen/ Quetschungen im Rückenbereich, Osteodystrophie, Blähungen (welche auf die Nerven drücken und zu Lähmungen führen können). Bekommen Sie die Diagnose Meerschweinchenlähme, lassen Sie diese von einem anderen Tierarzt bestätigen. Hinken Hinkt das Meerschweinchen, können Frakturen (Knochenbrüche) und Quetschungen, Prellungen, Infektionen der Gelenke und Mangelerscheinungen (Vitamin C Mangel) die Ursache sein.
Anatomische und sonstige Besonderheiten Kaudaldrüse Diese Drüse liegt ca. 1 cm oberhalb des After, sie produziert Duftstoffe. Beim Bock ist sie meist stärker ausgeprägt als beim Weibchen. Die Drüse ist leicht erhoben und ist als ovale Region mit pigmentierter Haut und auch gelegentlich mit verklebten Haaren bedeckt. Perinealtasche Unterhalb des Afters verläuft eine flache Tasche aus dünner Haut. Beim Bock enthält sie die Perinealdrüsen, welche Flüssigkeiten absondern die Duftstoffe enthalten. Es ist eine große Öffnung zwischen Anus und Penis/Hoden. In der Perinealtasche können sich Schmutzpartikel ansammeln, sie sollte bei jedem Schweinchen TÜV kontrolliert werden indem man sie ein wenig auseinander zieht und ggf dran riecht. Sollte die Tasche mal stark verschmutzt sein kann sie mit einem QTipp und Babyöl gereinigt werden. Allerdings ist das für Gewöhnlich nicht nötig, sie sollte auf keinen Fall regelmäßig auf Verdacht gereinigt werden, da die Tasche sonst unnötig gereizt wird. Wie so eine Tasche gereinigt wird, ist hier sehr anschaulich beschrieben: Reinigung der Perinealtasche. Kahle Stellen Hinter den Ohren haben Meerschweinchen felllose/kahle Stellen. Diese können stark oder auch weniger stark ausgeprägt sein. Meist finden sich dort 2 cm² große Stellen ohne Fell, bei älteren Tieren können es sogar bis zu 4 cm² große Stellen sein. Bei manchen Langhaarrassen oder Mischlingen sind die kahlen Stellen weniger ausgeprägt. Zitzen Weibchen und Böcke verfügen über 2 Zitzen, sie sind in der Leistengegend zu finden. Beim Bock sind die Zitzen weniger stark ausgeprägt, aber dennoch zu erkennen. Bei älteren Weibchen können diese Zitzen verhärten und entzünden, sie sollten also regelmäßig untersucht und bei Verhärtungen ggf eingecremt werden.
Zu beachten wäre noch: Bei Böcken sollte auch der Penis regelmäßig überprüft werden, es kann zum Penisbruch kommen, der Penis kann verschmutzen oder auch durch Haare abgeklemmt werden.
Im Sommer Meerschweinchen vertragen große Wärme nur sehr schlecht. Achten Sie im Sommer auf ausreichend Kühlung. Auch sollten die Tiere vor allem im Afterbereich öffter nach Fliegeneiern und Maden abgesucht werden, gerade bei der Aussenhaltung kann es schnell zu einem Befall kommen. Mehr dazu finden Sie auf dieser Seite: Hitze
Pflegemaßnahmen Langhaarige Meerschweinchen müssen regelmäßige Fellpflege bekommen. Krallen und Ballen der Meerschweinchen müssen regelmäßig untersucht und ggf. versorgt werden. Selten werden medizinische Bäder verschrieben. Wie diese Pflegemaßenahmen richtig durchgeführt werden, können Sie hier nachlesen: Notwendige Pflegemaßnahmen Alte Meerschweinchen Nicht selten bemerken Halter an ihrem Meerschweinchen einige der oben genannten "Krankheitszeichen" -werten diese dann aber als Alterserscheinung und unternehmen nichts. Aber auch alte Meerschweinchen benötigen eine besondere Versorgung, sogenannte Alterserscheinungen können durchaus behandelbare Krankheiten sein - und sollte das Tier wirkich einfach alt sein, dann muss auch über den letzten Weg nachgedacht werden. Hier finden Sie einen Artikel zu diesen Themen: Ist mein Meerschweinchen alt, oder nur krank? Wie behandel ich alte Meerschweinchen? Einschläfern?
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Der Richtige Tierarzt Nicht alle Tierärzte kennen sich richtig gut mit Kleinnagern aus und behandeln Ihre Meerschweinchen richtig. Bevor Ihre Meerschweinchen ernsthaft erkrankt, sollten Sie sich einen kompetenten Tierarzt suchen. Fragen Sie den Tierarzt ruhig, ob er sich mit Meerschweinchen auskennt und beobachten Sie genau, was er tut. Untersucht er Ihre Meerschweinchen eingehend, bevor er eine Diagnose erstellt? Erklärt er Ihnen genau was er tut, welche Krankheit das Tier hat und wie die Heilungschancen sind? Lassen Sie sich sagen, wie die Medikamente heißen und welche Wirkstoffe sie haben und wie Sie die Medikamente anwenden müssen! Wenn Ihr Tierarzt sich Zeit nimmt, Ihre Fragen ernsthaft beantwortet und Sie das Gefühl haben, er hört Ihnen zu und gibt Ihnen Auskunft, dann sind Sie dort richtig.
Ein Tierarzt, der nach wenigen Sekunden eine Diagnose stellt und Ihnen irgendein Medikament ohne Namen gibt, selbst abgefüllt und ohne weitere Erklärung zu Anwendung oder der Ihnen keine Diagnose gibt und Sie sozusagen im Regen stehen läßt, oder das Meerschweinchen gar ohne Diagnose einschläfern will, ist der falsche Arzt und Sie sollten sich einen Neuen suchen. --------------------------------------------------------------------------------
Regeln für den Tierarztbesuch Nehmen Sie nach Möglichkeit kein Tier allein mit, Meerschweinchen fühlen sich sicherer, wenn ein anderes Mitglied des Rudels dabei ist und seelischen Beistand leistet. Transportieren Sie die Tiere nur in dafür geeigneten Transportboxen, die Box sollte groß genug sein, dass die Tiere bequem drin liegen und sich auch bewegen können. Die Box sollte eine große Öffnung haben, gut belüftet sein und sie sollte dunkel sein. Durchsichtige Plastikbehälter eigenen sich nicht, die Tiere sind darin zu gestresst. Wir empfehlen die Pet Caddy Kompakt Transportbox. Geben Sie ein Handtuch unten in die Box, darüber eine dicke Lage Heu, die Tiere müssen sich drin verstecken können und sollten genug Heu haben, um die ganze Zeit fressen zu können. Ein Stück Gurke und ein Stück Möhre erleichtern den Tierarztbesuch. Nehmen sie auch eine Tüte mit dem Lieblingsfrischfutter der Tiere mit um sie während der Wartezeit zu beruhigen und sie nach der Untersuchung zu belohnen. Im Sommer achten Sie bitte auf eine gute Belüftung der Box, im Winter legen Sie eine Wärmeflasche auf eine Seite der Box unter ein Handtuch, damit die Tiere nicht auskühlen. Der Transportweg sollte möglichst kurz sein. Bei längeren Fahrten ist auf eine gute Klimatisierung der Box zu achten und eine Wasserflasche sollte dann ebenfalls angebracht werden. Meist sind Halter verständlicherweise sehr nervös, wenn sie mit ihrem kranken Tier zu einem Tierarzt müssen. So kommt es nicht selten vor, dass wichtige Dinge vergessen werden. Beobachtungen die einen beunruhigt haben kommen nicht zur Sprache oder eine Verrichtung wie Krallenschneiden wurde vergessen, weil man sich zu sehr auf eine andere Krankheit konzentrierte. Also ist es sinnvoll, sich zum Tierarztbesuch einen Zettel mit den Wichtigsten Fragen und Infos mit zu nehmen. Folgende Informationen sollten Sie vorab notieren:
Alter des Tieres. Gewicht des Tieres. Andere Erkrankungen die evtl. vorangegangen sind. Beobachtungen die zum Tierarztbesuch führten (hat sich das Tier anders benommen, fielen Krankheitszeichen auf etc.). Medikamente die das Tier bekommt oder bekommen hat. Eigene Medikations- und Heilungsversuche. Nachdem das Tier untersucht wurde und es eine Diagnose gibt, sollte man den Tierarzt bitten, folgendes für Sie aufzuschreiben, oder schreiben Sie selber mit: Diagnose: was genau hat das Tier, falls Sie den Tierarzt nicht verstanden haben, scheuen Sie sich nicht, noch einmal nach zu fragen und sich alles genau erklären zu lassen! Behandlung und Medikation: lassen Sie sich den Namen und die Wirkungsweise des Medikamentes, welches verordnet wurde, erklären. Wie oft müssen Sie es selbst verabreichen und in welcher Menge? Lassen Sie sich genau sagen, was ggf. gespritzt wurde und wie es wirken soll. Fragen Sie nach weiteren Pflegemaßnahmen die Sie ergreifen müssen (Päppeln, Verbände etc.). Fragen Sie nach, ob weitere Tierarztbesuche nötig sind und wann Sie das nächste Mal in die Praxis kommen müssen. Fragen Sie nach, wann Sie mit einer Besserung der Krankheit rechnen können und wie die Krankheit weiter verlaufen wird. Fragen Sie nach, wann die Ergebnisse evtl. abgenommene Proben und Kulturen vorliegen werden. Nur wenn Sie selber ganz genau wissen, was Ihr Tier hat, wie es behandelt werden muss und was Sie selber noch tun können, sollten Sie die Praxis verlassen. Medikamentengabe Wenn Sie ein Medikament für Ihr Tier mitbekommen haben, stellt sich natürlich schnell die Frage, wie gebe ich es meinem Tier? In den seltensten Fällen schmeckt den Tieren eine Tablette, Paste oder die Tropfen so gut, dass sie es selber nehmen. Aber es gibt Tricks die sie anwenden können. Antibiotika und andere Tropfen, Pulver, Pasten oder auch zerriebene Tabletten (Sie können die Tabletten entweder zermörsern oder zwischen 2 Löffeln zerquetschen) können sehr gut mit einem Klecks Früchtemus oder auch mit Saft verabreicht werden, testen Sie einfach vorab aus, was Ihr Meerschweinchen freiwillig vom Löffelchen schlabbert und mischen Sie die Tropfen darunter. Es kann versucht werden Tropfen oder Pulver auf ein Stück Gurke zu geben, aber viele Meerschweinchen sind so klug, dass sie die angebotene Gurke dann nicht mehr möchten. Nehmen die Tiere nichts freiwillig vom Löffel, müssen Sie das Medikament (bei Tabletten werden diese vorab in Wasser, Tee oder Saft aufgelöst) mit einer nadellosen Spitze direkt ins Mäulchen spritzen. Dazu müssen Sie das Meerschweinchen auf dem Arm fixieren und ihm die Spitze seitlich hinter die Zähne schieben, ein streicheln über den Hals löst den Schluckreflex aus. Fixieren: setzen Sie sich im Schneidersitz auf den Boden, setzen Sie das Meerschweinchen mit dem Rücken zu sich zwischen Ihre Beine (so kann es nicht nach hinten weg), fassen Sie mit einer Hand um die Vorderpfoten, verabreichen Sie mit der anderen Hand das Medikament. Medikamente werden grundsätzlich nicht über das Wasser verabreicht! Leider wird von Tierärzten immer noch mitunter dazu geraten, ein Medikament ins Trinkwasser zu geben. Das reicht nicht aus! Kaninchen trinken unterschiedlich viel, das eine trinkt häufig und nimmt damit vielleicht sogar zu viel Wirkstoff auf, ein anderes Tier trinkt gar nicht und nimmt den Wirkstoff also nicht ausreichend auf. Außerdem ist es meist nicht sinnvoll, alle Tiere aus einer Gruppe zu behandeln. Von daher bringen Medikamentengaben über das Trinkwasser nicht den erwünschten Erfolg, da eine genaue Dosierung, die gerade bei Antibiotika und ähnlichen Mitteln wichtig ist, nicht erfolgen kann.
Salben werden aufgetragen und direkt danach wird das Meerschweinchen mit seine Grünfutterration allein gelassen, kein Meerschweinchen der Welt fängt an sich zu putzen wenn vor der Nase Gurke liegt und so hat das Medikament Zeit einzuwirken.
Wichtig! Bekommen Sie vom Tierarzt ein Medikament zur oralen Eingabe oder als Spot on für mehrere Tage in einer Tube, oder auf eine Spritze aufgezogen, dann verabreichen Sie auf keinen Fall das Medikament direkt aus dieser Spritze oder Tube!
Gerade Spritzen lassen sich oft schwer richtig dosieren, manchmal läßt sich der Stempel nur schwer drücken und aus Tuben kommt mitunter auch bei heftigem Druck kaum etwas heraus, dann wird der Spritzenstempel oder die Tube stärker gedrückt, plötzlich läßt sich der Stempel ganz runter drücken - und schon landet das gesamte Medikament im Tiermaul und es kommt zu einer massiven Überdosierung. Außerdem kommt es bei einer direkten Verwendung des Medikamentenbehälters leicht zu einer Verunreinigung des Medikaments.
Lassen Sie sich immer eine zweite Spritze mit Nadel geben. Ziehen Sie die benötigte Menge des Medikamentes mit der Spritze aus der Tube/Medikamentenspritze. Setzen Sie die Kappe wieder auf die Nadel und ziehen Sie diese von der Spritze ab. Verabreichen Sie dann mit der Zweitspritze das Medikament.
Und wenn Sie dann völlig verzweifelt feststellen: klappt alles nicht, dann lesen Sie diese Geschichte, die auf humorvolle Weise zeigt: auch andere Halter haben große Probleme damit, die Medikamente in ihr Tier zu bekommen: So kommt ein AB ins Schwein.
Operation Manchmal ist es leider notwendig, sein Tier operieren zu lassen. Die Vor- und Nachsorge ist dabei sehr wichtig. Vor der OP sollten die Tiere das letzte Frischfutter am Abend vorher bekommen. Heu sollte immer reichlich vorhanden sein, aber Frischfutter kann im Darm anfangen zu gähren und somit zu Blähungen führen. Meerschweinchen können nicht erbrechen und sollten auf keinen Fall vor der OP ausgenüchtert werden, das würde zu einer fatalen Verdauungsstörung führen.
Fragen Sie Ihren Tierarzt direkt, ob er das frisch operierte Tier auf einem Wärmekissen lagert, falls nicht, bestehen Sie darauf und liefern sie ggf. ein solches Kissen mit ab. Bevor Sie das Tier wieder mit nach Hause nehmen, sollte es aus der Narkose erwacht sein. Schläft das Tier noch, könnten Komplikationen auftreten mit denen Sie als Halter überfordert sind. Ein guter Tierarzt gibt Tiere erst wieder mit, wenn sie wach sind und erklärt Ihnen die Nachsorge.
Auf dem Nachhauseweg und bis die Narkose völlig abgeklungen ist muss das Tier gewärmt werden, legen Sie eine Handwarme Wärmflasche mit in den Transporter und den Käfig bis das Tier wieder putzmunter ist. Damit diese Wärmflasche nicht angenagt wird, wickeln Sie diese in ein Handtuch.
Beobachten Sie das Tier gut und achten Sie darauf ob es von selber anfängt zu Fressen, tut es das nicht, müssen Sie das Meerschweinchen evtl. Zwangsernähren/Päppeln. Nach der OP sollte der Patient noch etwa eine Woche auf Handtüchern oder Einstreukissen gehalten werden um zu verhindern, dass Staub und Streu in die frischen Wunden gelangen. Die Wunden müssen täglich kontrolliert werden, sind Fäden gezogen oder Entzündungen zu sehen, fängt es an zu bluten oder hat das Tier sichtbare Schmerzen ist unverzüglich ein Tierarzt aufzusuchen!
Narkoseformen: In vielen Internetforen wird dem Halter eingeredet, nur eine Narkose mit Isofloran (also eine Inhalationsnarkose) wäre ungefährlich und sie sollten ihr Tier nur dort operieren lassen, wo diese Narkose vorgenommen wird. Diese Aussage ist veraltet und entspricht nicht dem neuesten Standard. Moderne Mehrstufennarkosen und Kombinationsnarkosen werden besser vertragen, als sogenannte "Gasnarkosen". Ausführliche Informationen dazu bekommen Sie hier: Vollständig antagonisierbare Narkose bei Nagetieren
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~Paddy~
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Verfasst: Dienstag 1. März 2011, 18:09 |
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Registriert: Mittwoch 20. Februar 2008, 22:15 Beiträge: 5680 Wohnort: Wüsting
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Beschäftigung Meeries wollen nicht den ganzen Tag nur zum Freßnapf und zurück wandern (sie würden träge und dick werden), deshalb sollten Sie ihren Auslauf und ihr Gehege so abwechslungsreich wie möglich gestalten: Geben Sie ihnen alte Pappkartons (unbedruckt) zum Durchlaufen und Reinklettern, füllen Sie diese evtl. mit Heu zum Drin rumwühlen und verstecken Sie kleine Leckerlies darin.
Geben Sie das Frischfutter nicht immer nur in den Freßnapf, verteilen Sie es im Auslauf, damit die Meerschweinchen danach suchen müssen.
Bauen Sie ihnen Höhlen z.B. aus Handtüchern, die Sie über einen Korb legen, oder aus zusammengestellten Zweigen mit Heu.
Sie können Ihrem Meerie auch Röhren zum Durchlaufen geben, z.B. aus Kork oder Ton. Es gibt z.B. im Baumarkt Tonröhren als Weinregal, die geeignet sind, bitte achten Sie darauf, daß die Röhren nicht zu klein sind, damit Ihre Meeries sich dort nicht festklemmen.
Legen Sie ihnen Hindernisse in den Weg, die sie überspringen müssen (nicht zu hoch, ca. 10 cm) z.B. einen Reisigbesen, locken Sie die Meeries mit Gurke, damit sie drüberspringen.
Bauen Sie aus alten Pappkartons ein Labyrinth, ca. 20 cm hoch verteilen Sie Futter darin und lassen Sie Ihr Meerie danach suchen Und seien Sie nicht frustriert, wenn Ihr Meerie etwas braucht, um herauszufinden, was Sie eigentlich von ihm wollen, irgendwann siegt der Spieltrieb und Ihr Meerie wird alles erkunden.
Eine interressante Gehegeeinrichtung kann ebenfalls zur Beschäftigung anregen: Gehegeeinrichtungsideen für Meerschweinchen - vom Kork, über die Kuschelrolle und Piggytasche bis zur Papprolle
Auch das Futter kann zur Beschäftigung anregen: Besonders beliebt sind Futterspieße, dazu spießen Sie einfach Gemüse und Obst auf Metalspieße die es extra zu dem Zweck im Zooladen gibt und hängen sie ins Gehege.
Eine Variante davon: bei einem kleinen Apfel das Kerngehäuse ausstechen und eine lange Schnur durch das Loch fädeln und festknoten. Dann den Apfel mit der Schnur am Dach des Auslaufs befestigen, dass er knapp über dem Boden pendelt. Es ist für die Meeries eine echte Herausforderung den Apfel anzuknabbern. Um das Ganze etwas zu erleichtern, kann man aus dem Apfel auch schmale Schnitze herausschneiden (nicht bis zum Kerngehäusloch, sondern nur an der Oberfläche), so dass die Tiere einen Anfangspunkt zum Fressen haben.
Noch beliebter sind Trockenkräuter in jeder Form, im Sommer können Sie z. B. Löwenzahn, Kamille und andere Kräuter oder auch Obstbaumzweige mit Blättern sammeln, bündeln und diese Bündel dann Kopfüber trocknen (mindestens 6 Wochen durchtrocknen lassen!). Diese Bündel können dann Kopfüber hoch ins Gehege gehangen werden, damit die Tiere sich danach recken müssen.
Kräuter und auch Frischfutter können auch in Klopapierrollen oder andere Papprollen gesteckt werden, von beiden Seiten wird noch Heu vorgesteckt und dann brauchen die Süßen eine ganze Weile um an die Kräuter oder ans Futter zu kommen.
Trockengemüse können Sie in einen Futterball geben, die im Zoofachhandel angeboten werden.
Beliebt sind auch aufgestellte Zweige auf die Früchte und Obst gespießt sind (dafür können Sie z. B. einen Ziegelstein mit Löchern drin verwenden, da werden dann Zweige reingesteckt)
_________________ ................Ein Tropfen Hilfe ist wertvoller, als ein Ozean voller Sympathie................
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~Paddy~
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Verfasst: Dienstag 1. März 2011, 18:10 |
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Registriert: Mittwoch 20. Februar 2008, 22:15 Beiträge: 5680 Wohnort: Wüsting
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Ernährung Natürliche Meerschweinchenernährung Die Wildform unserer Hausmeerschweinchen bewohnt in den Anden/Peru karge Gegenden, ihre hauptsächliche Nahrung sind Gräser, des weiteren nehmen Sie auch Rinde, Zweige, Blätter, Kräuter und selten auch Wurzeln auf. Auch wenn unsere Meerschweinchen sich optisch doch sehr von ihren wilden Verwandten unterscheiden, ihre Verdauung funktioniert immer noch nach dem gleichen Prinzip und ihre Nahrungsbedürfnisse gleichen denen ihrer wilden Verwandten. Meerschweinchen haben einen dünnwandigen Magen und einen langen Darm, der keine Peristaltik aufweist. Die Verdauung von Meerschweinchen funktioniert also nur, wenn es ständig frisst, dabei viel Rohfaser aufnimmt und die Mahlzeiten über den ganzen Tag verteilt werden, nach dem Prinzip : oben rein, unten raus. Ihre Zähne wachsen Zeitlebens und sind auf einen ständigen Zahnabrieb angewiesen.
Snacks aus dem Zoohandel gehören nicht zur gesunden Ernährung! Nicht zur tiergerechten Ernährung gehören die meisten Leckerlies, die Sie im Fachhandel angeboten bekommen. Knabberstangen, Loftis, Ringe und ähnliche Knabbereien enthalten häufig Zucker (Mehrfachzucker, Melasse, Melasseschnitzel etc.) und Honig, Getreide oder Mais. Diese Stärke- und Zuckerhaltigen Inhaltsstoffe sorgen für eine Absenkung des ph Wertes in der Darmflora und somit zu einer nachhaltigen Schädigung des Darmes. Außerdem führen sie dazu, dass die Meerschweinchen zu fett und träge werden. Joghurtdrops und andere Milchprodukte sind für Meerschweinchen ebenfalls nicht geeignet. Meerschweinchen sind reine Veganer und ihre Verdauung ist nicht auf tierisches Eiweiß ausgelegt. Sie schaden den Meerschweinchen sehr, wenn Sie die oben genannten Produkte verfüttern, diese Leckerchen dienen nur dem Hersteller und Ihrem Auge, nicht den Meerschweinchen! Geben Sie als Leckerchen lieber Gemüse, Kräuter, Blüten und selten auch getrocknetes Gemüse, wie z.B. Erbsenflocken, welche auch als Leckerlie im Fachhandel angeboten werden. Umfassende Informationen zu diesem Thema bekommen Sie hier: Der Unsinn mit den "Snacks" für Kaninchen und Meerschweinchen Zu den Dingen die Meerschweinchen in der Heimtierhaltung nicht bekommen sollten gehören unter Anderem: Bonbons, Getreidekörner, Honig, Kekse, Müsli, Milchprodukte, gekochtes/gewürztes Menschenessen, Nudeln, Reis, Salzstangen, Schokolade, Sirup, Melasse, Zucker und grob fast alles was nicht als fressbar hier aufgeführt ist.
nach oben / Index Gras / Heu Das gesündeste und wichtigste Nahrungsmittel für Meerschweinchen ist Gras. In den Anden nehmen Sie laut einiger Quellen in erster Linie ein Eiweiß und Vitamin C haltiges Gras auf. Allerdings gibt es mittlerweile die Auffassung, dass nicht das Gras so Vitamin C haltig ist, sondern Meerschweinchen in erster Linie ihr Vitamin C über Kräuter aufnehmen. Durch den hohen Vitamin C Gehalt ihrer Nahrung sind Meerschweinchen auf eine stetige Zufuhr von Vitamin C eingestellt und können es nicht mehr speichern. In Deutschland gibt es ca. 230 verschiedene Grassorten, allerdings werden nur wenige Arten (pro Heuwiese sind es oft nur 2 -3 Arten, auf guten Wiesen lassen sich bis zu 12 Arten finden) als Futtermittel angebaut. Gras enthält nahezu alle Nährstoffe, die ein Meerschweinchen benötigt, allerdings enthalten die einheimischen Grassorten nicht genug Vitamin C um Meerschweinchen ausreichend damit zu versorgen. Nach langsamer Gewöhnung darf Gras zur freien Aufnahme unbegrenzt angeboten werden. Hilfreiche Infos und Tipps zum Gras- und Kräuterpflücken und trocknen finden Sie hier: Kleine Graserei. Da Gras frisch nicht immer in ausreichender Menge zur Verfügung steht, wird zusätzlich getrocknetes Gras, also Heu gereicht. Es hält den Darm in Schwung da es durch den großen Rohfaseranteil in großen Mengen aufgenommen und wieder ausgeschieden wird, es nützt dem Zahnabrieb der Backenzähne wenn es zermahlen wird und es enthält, obwohl es getrocknet ist, viele Mineralien und Vitamine. Heu muss immer zur freien Verfügung im Meerschweinchengehege vorhanden sein, da Meerschweinchen den ganzen Tag fressen müssen, um ihre Backenzähne gut ab zu nutzen und ihren Darm in Gang zu halten. Auch bei durchgehender Grasfütterung ist es sinnvoll, zusätzlich Heu anzubieten!
Hochwertiges Kräuterheu enthält viele Nährstoffe, die ein Meerschweinchen benötigt um gesund zu bleiben. Empfehlenswert ist Heu vom Pferdehof im Ballen. Heu muss leicht grünlich sein und aromatisch riechen. Ungeeignet ist altes, staubiges, muffiges oder gelbes Heu. Schimmeliges und/oder feuchtes Heu kann schwere Krankheiten hervorrufen. Prüfen Sie das täglich Brot Ihrer Meerschweinchen genau vor dem Verfüttern.
Empfehlenswert ist Heu des ersten Schnitt, idealerweise ab Juni geerntet. Der erste Schnitt ist meist grober und enthält mehr Rohfaser und Nährstoffe als der zweite Schnitt. Eine Mischung aus zweitem und ersten Schnitt ist ebenfalls günstig.
Heu wird in Deutschland aus verschiedenen Grassorten gewonnen. Oft sind im Heu verschiedene Grassorten sowie verschiedene Kräuter enthalten. Die Erntezeit, das Wetter sowie die Grassorte ist für die Qualität und den "Nährwert" vom Heu entscheidend, deshalb können für Heu nur grobe Analysewerte angegeben werden. Es enthält durchschnittlich 8 -16 % Rohprotein, 22 - 35 % Rohfaser, 3 - 5 % Kalzium und 1 - 3 % Phosphor.
nach oben / Index Frischfutter Um Ihrem Meerschweinchen die nötigen Vitamine, Eiweiß und auch Kohlenhydrate zuzuführen und Abwechslung in den Futterplan zu bringen, sollten Sie frisches Gemüse und auch gelegentlich Obst anbieten. Füttern Sie Gemüse mindestens zwei Mal, besser öffter am Tag und nur in solchen Mengen, dass es bis zur nächsten Fütterung verzehrt wird. Übrig gebliebene Frischfutterreste unbedingt entfernen um Schimmelbildung im Gehege vorzubeugen. Waschen Sie das Frischfutter vor dem Verfüttern gründlich. Abwechslung ist wichtig für Meerschweinchen, auch wenn die kleinen Leckermäuler mitunter der Meinung sind, es sollte nur noch Gurke sein, geben Sie dem nicht nach und verfüttern Sie auch weiterhin Möhren und anderes mitunter verschmähtes Gemüse. Als grobe Faustregel gilt: 80 - 100 g Frischfutter pro Tag solten gegeben werden. Allerdings hängt die wirklich benötigte Menge von der Qualität und der Zusammensetzung der Frischfuttermenge ab. Nicht alle Frischfuttersorten können unbegrenzt gefüttert werden, auf eine ausgewogene Mischung und ein Kalzium/Phosphorverhältniss von 1,5 : 1 ist zu achten. Achten Sie ebenfalls auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C, was dabei zu beachten ist, können Sie hier nachlesen: Vitamin C. Gesunde, aber schlanke Meerschweinchen, können vermehrt Knollengemüse bekommen, eher übergewichtige Meerschweinchen benötigen davon nicht zu viel.
Eine ausführliche Auflistung geeigneter Gemüsesorten mit den zu beachtenden Fütterungshinweisen / Besonderheiten finden Sie hier: Gemüseliste.
Eine ausführliche Auflistung geeigneter Obstsorten mit den zu beachtenden Fütterungshinweisen / Besonderheiten finden Sie hier: Obstliste.
Da wir oft von neuen Meerschweinchenhaltern gefragt werden, wann und in welchen Mengen Sie füttern sollten, finden Sie einen Fütterungsplan mit genauen Angaben für eine Woche hier Meerschweinchenfütterung/ Vorschlagsplan für eine Woche..
Es wird immer wieder behauptet, Frischfutter am Morgen würde zu Darmproblemen führen und Meerschweinchen müssten ihren Darm erstmal mit Heu in Schwung bringen. Diese Aussage ist nicht richtig. Meerschweinchen fressen normalerweise rund um die Uhr Heu und es sollte niemals ausgehen. Allerdings wird der Heukonsum stark eingeschränkt, wenn die Meerschweinchen am Abend Trockenfutter bekommen. Dann wird der Darm träge und muss am Morgen erst angeregt werden. Meerschweinchen welche Abends Trockenfutter bekommen, sollten also wirklich Morgens noch kein Frischfutter erhalten. Meerschweinchen die gesund und ohne Trockenfutter ernährt werden können aber bedenkenlos schon am Morgen Frischfutter bekommen, da ihre Verdauung ständig durch das Heufressen angeregt ist.
Wichtig! Es ist nicht sinnvoll, nur einmal täglich Grünfutter oder Gemüse zu reichen, so wird der Darm extrem ungleichmäßig belastet. Die Meerschweinchen neigen dann dazu, das begehrte Gemüse regelrecht heißhungrig herunter zu schlingen, sie schlucken dabei viel Luft und es kann allein deshalb schon zu Fehlgärungen im Darm kommen. Das es den Darm ungleichmäßig belastet, wenn 23 Stunden nur Heu und Gras gefressen wird und dann plötzlich eine Riesenladung feuchtes Gemüse im Darm landet, sollte eigentlich jedem klar sein. Von daher ist es wesentlich sinnvoller, die Fütterung von Grünfutter und Gemüse über den Tag zu verteilen. Auch berufstätige Menschen können schon vor der Arbeit die ersten "Möhrentaler" verteilen, nach der Arbeit gibt es wieder eine kleine Portion Gemüse, am Abend dann noch eine und so kommen wir schon auf drei Fütterungen am Tag. Dabei muss und sollte es pro Fütterung gar nicht viel sein, trotzdem wird dann weniger geschlungen und die Meerschweinchen fressen entspannter. nach oben / Index Grünfutter Grünfutter liefert dem Meerschweinchen vor allem Kohlenhydrate, Eiweiße, Mineralien, Vitamine und natürlich jede Menge Abwechslung auf dem Speiseplan. Sind Ihre Meerschweinchen übergewichtig, aber sonst gesund, sollten Sie nicht zu viel Grünfutter geben. Gesunde und eher schlanke Meerschweinchen dürfen sich an Grünfutter satt fressen. Unter Grünfutter werden alle grünen Pflanzenteile zusammengefasst. Gemeint sind vor allem Kräuter wie Löwenzahn, Kohldistel, Beifuß, Kamille, Ackerminze, auch Küchenkräuter wie Petersilie, Basilikum, ebenfalls Blumen (mit Blüten) wie Sonnenblumen, Ringelblumen, sowie Kraut und Blätter von Kulturpflanzen wie Möhrenkraut, Fenchelgrün, Kohlrabiblätter, etc..
Wer im Sommer die Möglichkeit hat, sollte täglich frisch gepflücktes Grünfutter anbieten. Nach langsamer Gewöhnung kann gemischtes Grünfutter, zusätzlich zum Gras und Heu, zur freien Aufnahme angeboten werden. Auch Stadtmenschen ohne Naturanbindung können so einiges an Grünfutter im Supermarkt finden, aber bitte nicht die matschigen Reste aus der Grünfuttertonne verfüttern, unsere Meerschweinchen sind keine Abfalleimer. Achten Sie auch bei Kohlrabiblättern, Möhrengrün und anderen Grünpflanzen aus dem Supermarkt darauf, dass sie frisch und sauber sind.
Was beim Pflücken von Grünfutter zu beachten ist, können Sie hier nachlesen: Eine kleine Graserei
Eine ausführliche Auflistung geeigneter Grünfuttersorten mit den zu beachtenden Fütterungshinweisen / Besonderheiten finden Sie hier: Kräuter/Blätter/Blüten.
Eine spezielle Liste mit Futterpflanzen und Giftpflanzen auf der Wiese und im Garten finden Sie hier: Futterpflanzen auf der Wiese
nach oben / Index Getrocknete Kräuter/Blüten/Blätter Besonders vitamin- aber auch mineralreich sind getrocknete Kräuter, sowie Blüten und Blätter. Diese können Sie im Winter direkt ins Heu streuen oder als Futterzusatz geben um einen Teil des dann eher geringen Grünfutters zu ersetzen. Wir empfehlen pro Meerschweinchen und Woche durchschnittlich nur 20 g getrocknete Kräuter zu geben. Die meisten getrockneten Kräuter enthalten sehr viele Mineralien, vor allem Kalzium (im Schnitt ca. 8 x so viel wie frische Kräuter). Werden zu viele trockene Kräuter gereicht, kann es zu einer Überversorgung mit Mineralien (Kalziumüberversorgung) kommen. Getrocknete Blüten und getrocknete Blätter von Bäumen und Sträuchern dürfen gern in größeren Mengen gegeben werden. Getrocknete Kräuter können Sie in der Apotheke oder im Kräuterladen kaufen, oder im Internet bestellen z. B. hier Der Kleintierladen, Kräuter Kühne, Futterkonzept, Hansemanns Team .
Eine ausführliche Auflistung geeigneter Kräuter/Blätter/Blüten mit den zu beachtenden Fütterungshinweisen / Besonderheiten finden Sie hier: Kräuter/Blätter/Blüten.
nach oben / Index Unverträgliches und Giftpflanzen Folgende Pflanzen sind für Meerschweinchen eher unverträglich (unverträglich meint: sie können in großen Mengen zu gesundheitlichen Problemen führen, meist sind kleine Mengen unbedenklich, aber ernährungsphysiologisch nicht sinnvoll): Zwiebelgewächse wie Porree, Zwiebeln, Schnittlauch führen in größeren Mengen zu Aufgasungen und sind für Meerschweichen meist auch zu scharf - Speisezwiebeln gelten als giftig. Die meisten Kohlarten, wie z. B. Weißkohl, Rotkohl, Rosenkohl können bei Überfütterung oder wenn sie ungewohnt sind zu schweren Blähungen und Durchfällen führen, weitere Infos dazu finden Sie hier: Kohl ist nicht gleich Kohl. Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen, Bohnen) können roh zu Blähungen führen, Bohnen sind roh giftig, frische Süßerbsenschoten werden vertragen, Kartoffeln enthalten im Rohzustand schlecht verdauliche Stärke, die grüne Stellen, Triebe und Grün sind giftig. Rettich und Radischen sind etwas zu scharf. Rhabarber enthält zu viel Oxalsäure und wird als schwach giftig eingestuft. Steinobst wie Kirschen, Pfirsich, Pflaume, Nektarine, Mirabelle etc. enthalten zu viel Zucker und können in größeren Mengen zusammen mit Wasser zu starkem Durchfall führen. Exotische Früchte wie Papaya, Cherimoya, Curuba, Granatapfel, Guaven, Physalis, Kumquat, Litchi, Mangos, Papaya etc. können bei Verzehr zu schweren Verdauungsstörungen führen und sollten nicht gegeben werden. Manche Avokadosorten sind sogar schwer giftig für Meerschweinchen und alle Avocadosorten führen in unreifem Zustand zu Durchfall.
Giftig sind unter Anderem folgende Pflanzen: Agave, Aloe Vera, Alpenveilchen, Amaryllis, Anthurie, Aronstab, Azalee, Bärenklau, Bärlauch, Berglorbeer, Bilsenkraut, Bingelkraut, Bittersüßer Nachtschatten, Blauregen, Bocksdorn, Bohnen, Buchsbaum, Buschwindröschen, Christrose, Christusdorn, Eibengewächse, Einblatt, Eisenhut, Essigbaum, Farne, Fensterblatt, Fingerhut, Geranien, Ginster, Goldregen, Gundermann, Hahnenfuss, Hartriegel, Heckenkirsche, Herbstzeitlose, Holunder, Hundspetersilie, Hyazinthe, Ilex, Jakobsgreiskraut, Kalla, Kartoffelkraut, Kirschlorbeer, Kornwicken, Lebensbaum, Liguster, Lilien, Lonicera, Lupine, Maiglöckchen, Mistel, Narzissen, Oleander, Osterglocke, Primel, Rebendolde, Robinie, Sadebaum, Sauerklee, Schachtelhalm, Schierling, Schneebeere, Schneeglöckchen, Schöllkraut, Seidelbast, Sommerflieder, Stechapfel, Tollkirsche, Wacholder, Wolfsmilchgewächse (alle), Wunderstrauch, Zypressenwolfsmilch.
Wenn Sie sich unsicher sind, fragen Sie erst Ihren Tierarzt oder uns, eine Liste mit Giftpflanzen finden Sie auch hier: Giftpflanzendatenbank Uni Zürich nach oben / Index Trockenfutter / Pellets / Mastfutter Ein ausgewachsenes, abwechslungsreich ernährtes Meerschweinchen in Wohnungshaltung, welches nicht zur Zucht eingesetzt wird, benötigt kein Trockenfutter, keine Pellets und kein Mastfutter! Trockenfutter jeglicher Art ist als Energie- oder Kraftfutter zu betrachten.
Die meisten im Handel erhältlichen Trockenfuttersorten enthalten zu viel Fett, Stärke, Zucker und sind oft schwer verdaulich. Wir raten grundsätzlich von solchen Futtermischungen ab.
Ausführliche Informationen zu dem Thema Trockenfutter: was ist drin, was ist sinnvoll, was sollte nicht gegeben werden, inklusive Infos zu Trockengemüse, Pellets, Getreide etc. bekommen Sie hier: Trockenfutter für Meerschweinchen?
Ausschließlich Zuchttiere, sowie ggf. kranke und Meerschweinchen in Winterkaltstallhaltung sollten unter bestimmten Umständen zusätzlich Kraftfutter bekommen. Eine allgemeingültige Angabe zu Art und Menge des benötigten Futters kann nicht gemacht werden. Der Bedarf der Tiere richtet sich nach Größe, Rasse, Haltungsbedingungen, Alter, Zucht etc. Es ist also nötig, die Mengen und Art des Zusatzfutters sehr genau den Lebensumständen der Tiere anzupassen. Jeder Halter besonderen Rassen muss sich bei seinem Züchter oder der entsprechenden Vermittlungsstelle sehr genau über die Bedürfnisse der Meerschweinchen informieren. Grundsätzlich kann aber gesagt werden: mehr als einen gestrichenen Teelöffel Zusatzfutter pro Meerschweinchen braucht kein Tier. nach oben / Index Zweige Frische und / oder getrocknete Zweige verschiedener Bäume und Sträucher sollten regelmäßig, gern mit Blättern und Blüten, angeboten werden. In der Rinde stecken viele Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe, die Meerschweinchen zu ihrem Wohlbefinden brauchen. Die Äste dienen den Meerschweinchen aber auch als Beschäftigung und beim Benagen der Rinde wird das Zahnfleisch massiert, so daß es gut durchblutet wird. Das führt zu gesundem Zahnfleisch und gutem Zahnwachstum. Es dürfen auch gern die Blätter und Blüten als Grünfutter mit verfüttert werden
Eine ausführliche, alphabetische Auflistung geeigneter Zweige, sowie wichtige Fütterungshinweise finden Sie hier: Zweige.
Altes, hartes Brot dient nicht der Abnutzung der Zähne. Auch wenn uns Brot hart vorkommt, für die Schneidezähne eines Meerschweinchen ist Brot keine Herausforderung und es nutzt dem Zahnabrieb der Schneidezähne kaum, zu den Backenzähnen gelangt das Brot nur noch als aufgeweichter Stärkebrei, es nutzt also dem Backenzahnabrieb nicht. Brot enthält zu viel schwer verdauliche Stärke und oft auch Konservierungsstoffe, Backtriebmittel und Salz, somit ist es für Meerschweinchen eher schwer verdaulich. Außerdem finden sich auf altem Brot oft Schimmelsporen. Brot sorgt bei übermäßiger Fütterung für Übergewicht. Es sollte deshalb eher nicht verfüttert werden.
nach oben / Index Wasser Ein Meerschweinchen benötigt pro Tag 10 ml Flüssigkeit pro 100 g Körpergewicht. Wenn die Meerschweinchen viel Frischfutter bekommen, nehmen sie zwar weniger Wasser zu sich, manche Tiere trinken gar nicht, aber sie sollten grundsätzlich immer Wasser zur Verfügung haben. Idealerweise bietet man weiches oder mittelweiches Leitungswasser in einem Napf an. Mehr Informationen zum Thema finden Sie hier: Welches Wasser für Kleintiere? nach oben / Index Futterzusätze Um den Meerschweinchen essentielle Fettsäuren wie Linolsäuren und Linolensäure zuzuführen und damit unter Anderem auch Lippengrind vorzubeugen, können Sie gelegentlich Sonnenblumenkerne anbieten. Pro Tier aber nie mehr als 2 - 4 Sonnenblumenkerne (Omega 6 Fettsäuren) pro Woche. In Grasähren sind aber im Normalfall ausreichend Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren enthalten Salzlecksteine sind überflüssig bis ungünstig. Ein gesund ernährtes Tier bekommt seine Salze und Mineralien über das Futter (Kräuter!), es benötigt keine billigen Kochsalze. Salzlecksteine sind sogar mitunter gefährlich, wenn ein Tier zu viel dran leckt oder sie sogar annagt kann es zu einer Natriumchloridüberversorgung kommen, eine Folge wären starke Nierenprobleme, sollte ein Stein ganz verzehrt werden, kann es schlimmstenfalls zu Nierenversagen und somit zum Tod des Tieres führen. Salzlecksteine die mit Mineralien und anderen Spurenelementen versetzt sind, können zu einer Nitratüberversorgung führen. Sollten die Tiere nur selten am Stein lecken ist dieser ungefährlich, aber benötigt wird ein Stein bei einer abwechslungsreichen Ernährung nicht.
Kalksteine bestehen zum größten Teil aus Kalzium, nagen die Tiere zu sehr daran (meist aus Langeweile), führt das zu einer zu hohen Kalziumresorption, (Kalzium/Phosphorungleichgewicht)was zu Harnsteinbildung und zu Organverkalkung führen kann. Ein gelegentliches Nagen am Kalkstein schadet nicht, allerdings bekommen die Tiere über Kräuter und Grünfutter genug Kalzium zugeführt.
Eine zusätzliche Vitamingabe ist bei einem artgerecht ernährten und gesundem Meerschweinchen nicht nötig, zu viel Vitamin C führt zu Nierenschädigungen oder Blasensteinen! Im Winter ist das Gemüse jedoch nicht so vitaminreich, deshalb sollte man da auf eine ausreichende Vitaminversorgung achten, indem man mehr Vitamin C Haltiges Gemüse wie z.B. Fenchel, Paprika und Broccoli füttert. Sollte es einen Engpass geben, kann vorrübergehend ein reines Vitamin C Präperat nach empfohlener Dosierung angeboten werden.
Vitaminkombinationspräperate sind bei einer ausgewogenen Ernährung mit Grünfutter und Kräutern überflüssig und schlimmstenfalls gefährlich, eine Überdosierung kann zu Krankheiten führen, es gibt keine Präperate die speziell auf Meerschweinchen zugeschnitten sind. Werden Tropfen über das Wasser verabreicht ist keine korrekte Dosierung möglich (das eine Tier trinkt zu viel, das andere Tier zu wenig). Das Wasser kippt auch im Sommer schneller um und wird ungenießbar wenn Zusätze im Wasser enthalten sind.
Im Krankheitsfall kann es nötig sein, dem Meerschweinchen zusätzliche Vitamine oder Mineralien zuzuführen, dies sollte aber nicht ohne ausführliche Beratung durch einen Tierarzt und niemals ohne Tierärztliche Anweisung geschehen. nach oben / Index Wichtig! Auch beim Futter ist weniger oft mehr. Wechseln Sie das Futter nur selten gegen ein Anderes und dann nur sehr langsam. Wollen Sie neue Obst oder Gemüsesorte füttern, dann geben Sie zuerst nur kleine Stückchen und dann nach und nach mehr, damit der Darm der Tiere sich dran gewöhnen kann. Geben Sie nicht zu oft ausgefallene Obst- oder Gemüsesorten. Falls Sie noch Trockenfutter verfüttern, füllen Sie Morgens immer zuerst das Heu auf und geben sie erst etwas später Frischfutter. Meerschweinchen reagieren sehr empfindlich auf Futterumstellungen, niemals sollte man deshalb z.B. Trockenfutter ohne langsame Entwöhnung absetzen. Geben Sie immer erst langsam weniger Trockenfutter und setzten sie immer nur innerhalb von 2 - 3 Wochen das Futter ganz ab. Im Normalfall dauert eine Umstellung aber bis zu zwei Monate, in der Zeit nimmt das Tier ab und wirkt hungrig, halten Sie durch, das gibt sich wieder wenn der Darm sich umgestellt hat. Auch Jungtiere müssen oft erst langsam an neues Futter gewöhnt werden. Mehr Informationen zur Futterumstellung bekommen Sie hier: Futterumstellung bei ausgewachsenen Meerschweinchen und bei Jungtieren. Im Sommer müssen Sie die Tiere vor dem Raussetzen auf die Wiese immer auch langsam an das Grünfutter gewöhnen, pflücken Sie täglich kleine Portionen Gras und Kräuter und gewöhnen Sie so die Meerschweinchen langsam an das neue Futter. Setzen Sie Ihre Meerschweinchen einfach so ohne Gewöhnung raus, kann es zu Fehlgärungen und Durchfall kommen
_________________ ................Ein Tropfen Hilfe ist wertvoller, als ein Ozean voller Sympathie................
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